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Lebensversicherung verkaufen

Durch den Verkauf einer Lebensversicherung hat der Kunde meist Vorteile. Auch eine Beleihung der Versicherung ist oft günstiger als die sofortige Kündigung.

Bessere Alternative: Die Lebensversicherung verkaufen

Die Lebensversicherung dient in den allermeisten Fällen dem Schutz der Hinterbliebenen und soll zusätzlich eine Form der Altersvorsorge darstellen. Was aber tun, wenn man in eine finanzielle Notlage gerät und die Versicherungsbeiträge nicht mehr aufbringen kann oder schnell Geld benötigt? Hier bieten sich verschiedene Möglichkeiten an:

  1. Beitragsfreistellung – so werden die finanziellen Belastungen gesenkt, der Todesfallschutz, sowie das bereits angesparte Kapital bleiben erhalten.
  2. Kündigung – hohe Verluste drohen, da der Rückkaufswert oft sehr gering ist.
  3. Policendarlehen – hierbei wird die Lebensversicherung beliehen. Das lohnt oft bei kurzfristigen Laufzeiten (bis zu vier Jahren), da die Zinsen für das Policendarlehen ein wenig höher, als normale Konsumentenkredite.
  4. Lebensversicherung verkaufen – dabei kann, muss aber nicht, der Todesfallschutz erhalten bleiben. Eine sofortige Auszahlung von Beträgen, die über den reinen Rückkaufswert hinausgehen, sind keine Seltenheit.

Wann wird eine Lebensversicherung aufgekauft?

Seriöse Policen Aufkäufer wählen gezielt ganz bestimmte Lebensversicherungen aus, die sie aufkaufen. Diese müssen meist bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die jedoch je nach Policen Ankäufer unterschiedlich ausfallen können. Als Faustregel gelten folgende Grundbedingungen:

  • Rückkaufswert mindestens 5.000 Euro

  • Restlaufzeit maximal fünfzehn Jahre

  • Versicherung muss eine gewisse finanzielle Stabilität aufweisen

Aber auch, wenn all diese Voraussetzungen erfüllt sind, gibt es keine Garantie dafür, dass die Policen Aufkäufer die eigene Lebensversicherung ankaufen. Denn sie sind in den vergangenen Jahren und nicht zuletzt aufgrund der Finanzkrise sehr vorsichtig geworden. Generell nicht angekauft werden Direktversicherungen, die vom Arbeitgeber auf das Leben des Arbeitnehmers abgeschlossen wurden, oder rein fondsgebundene Lebensversicherungen. Denn diese lassen sich hinsichtlich ihrer Wertsteigerung und –Entwicklung nicht planen.

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Todesfallschutz beim Verkauf

Wer seine Lebensversicherung verkaufen will und dafür einen seriösen Policen Händler findet, der kann oft seinen Todesfallschutz behalten. Dieser ist kostenfrei. Sollte der Verkäufer vor Ablauf der Laufzeit sterben, erhalten seine Hinterbliebenen (Bezugsberechtigten) trotzdem die Todesfallsumme. Und das, obwohl die Versicherung eigentlich im Besitz des Käufers ist.

Allerdings werden auch hier einige Sonderregelungen vereinbart. Diese besagen, dass der Todesfallschutz im Laufe der Zeit abnimmt. Je länger also der Policen Händler im Besitz der Lebensversicherung ist, desto geringer fällt die ausgezahlte Todesfallsumme für die Hinterbliebenen aus.

Der Zweitmarkt für Lebensversicherungen

Wer seine Lebensversicherung verkaufen will, kann dies seit 1999 auf dem so genannten Zweitmarkt tun. Lange Zeit lief das Geschäft sehr gut. Der Verkauf erfolgte an einen Policen Händler, dieser versprach dem Verkäufer eine Auszahlung, die höher als der Rückkaufswert lag. Und dieser liegt bei Lebensversicherungen nach wie vor oft unter den bereits eingezahlten Beiträgen. Denn ein großer Teil selbiger geht direkt in den Versicherungsschutz, die Verwaltungs- und Abschlusskosten. Nur ein geringer Teil wird verzinst. In einigen Fällen konnte beim Verkauf sogar der Todesfallschutz erhalten bleiben.

Allerdings hat sich das Modell gewandelt, es gilt heute nicht mehr als attraktiv. Gründe dafür gibt es viele. Am Beispiel eines Policen Aufkäufers sollen diese erläutert werden. Dabei gehen die Aufkäufer wie folgt vor:

  • Ankauf der Versicherung zum festgelegten Preis.

  • Bündeln verschiedener Versicherungen zu Policen Fonds.

So werden die Policen nicht weiter mit Beiträgen bedient und auf die Auszahlung gewartet. Die Policen Fonds haben sich aber schlechter, als erwartet entwickelt. Dadurch sind die Zahlen der Investoren, die in solche Fonds investieren wollen, deutlich gesunken.

Die Policen Aufkäufer nehmen deshalb schon länger nicht mehr jede Lebensversicherung an, wie in aktuellen Tests bestätigt wurde. Selbst Lebensversicherungen mit sehr hohen Rückkaufswerten werden nicht mehr von allen Aufkäufern angenommen.

Die neuen Art der Aufkäufer Policen anzukaufen

Aufgrund dessen, dass das bisherige Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert, haben sich neue Anbieter auf den Markt gebracht. Diese arbeiten jedoch nach anderen Vorgehensweisen. Einige der bekanntesten Praktiken sollen hierbei kurz aufgezeigt werden:

  1. Teilauszahlung mit Versprechen auf spätere Restzahlung

    Einige Policen Aufkäufer bieten eine sofortige Teilauszahlung des Rückkaufswerts. Diese Aufkäufer führen den Vertrag aber nicht bis zum Ende der Laufzeit fort, sondern kündigen diesen. Das daraus erzielte Geld wird neu investiert und der Restbetrag geht an den Verkäufer erst Jahre später, falls überhaupt.

  2. Abschlusszahlungen ohne Garantie

    Ebenfalls weit verbreitet ist das Modell, bei dem es zum Verkaufszeitpunkt eine vereinbarte Summe für den Verkäufer gibt. Innerhalb der nächsten Jahre werden Zinsen in ebenfalls vereinbarter, oftmals sehr geringer Höhe, gezahlt. Diese Zinsen sind jedoch oft noch unterhalb der Inflationsgrenze angesiedelt. Zum Abschluss soll es einen Bonus geben, der in attraktiver Höhe versprochen wird. Allerdings muss dieser erst durch die Geschäftsführer, die zum Auszahlungszeitpunkt verantwortlich sind, erneut bestätigt werden. Damit ist eine Garantie für den Bonus nicht gegeben. Doch selbst wenn diese Garantie gewährt wird, kann der Policen Aufkäufer noch pleitegehen. Und in diesem Fall müssen sich die Verkäufer ganz hinten in die Reihe der Gläubiger einreihen.

  3. Klagen gegen Versicherer

    Ebenfalls gibt es Anbieter, die die Lebensversicherung nicht im eigentlichen Sinne kaufen, sondern den Kunden dabei behilflich sein wollen, einen höheren Rückkaufswert zu erzielen. Dafür verklagen sie die Versicherer, mit der Begründung, dass die Versicherten die Versicherungsbedingungen erst nach Abschluss des Vertrags ausgehändigt bekommen hätten. Allerdings sind die bisher abgeschlossenen Verfahren zum großen Teil negativ für die Versicherten ausgegangen, so dass auch dieses Modell nicht wirklich überzeugen kann.

  4. Steuerfragen klären

    In der Regel können Versicherte aufatmen. Verkaufen sie ihre Lebensversicherung, die vor 2005 abgeschlossen wurde, so fallen keine Steuern auf den Verkauf an. Bei jüngeren Policen muss die Abgeltungssteuer gezahlt werden. Voraussetzung dafür: Der Kaufpreis liegt höher, als die eingezahlten Beiträge. Die Ankäufer müssen die Kapitalertragssteuer und den Solizuschlag zahlen. Allerdings können diese Kosten mit der Körperschaftssteuer verrechnet werden. Dennoch gibt es einige Policen Aufkäufer, die dem Kunden zwar einen hohen Rückkaufswert versprechen, allerdings von diesem die Steuern abziehen. Hier sollte auf das Kleingedruckte im Kaufvertrag geachtet werden.

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